Abenteuerland: Elternbrief

Liebe Eltern!

Der September hat uns bislang mit seinen spätsommerlichen Strahlen noch sehr verwöhnt; außerdem beschenkt mit herrlichem Morgennebel, Sonnenauf- und -untergängen, tagsüber begleitet uns noch das Zirpen der Grillen. Die Spinnen suchen die Wärme und ein Zuhause in unseren Wohnungen…. nicht jedem gefällt das. Ein Zuhause finden, Zugehörigkeit, Freundschaft – das sind die Themen, die uns in den kommenden Wochen im „Abenteuerland“ beschäftigen werden.

Die Gruppe hat eine Phase der neuen Orientierung und Zusammensetzung durchlaufen und die Dynamik untereinander verändert sich.

  • Wer ist mein Freund oder meine Freundin, wem fühle ich mich nah und verbunden?
  • Und wie geht das eigentlich, Freundschaft und Beziehung bauen?

Das Thema „Freundschaft“ hat auch viel mit unseren Gefühlen und dem Umgang damit zu tun. Ein ganz zentrales Thema des Lebens, insbesondere in den Prägejahren der Kindheit.

Häufig äußern Kinder ihren Unmut über das Verhalten anderer mit dem Satz: „Du bist nicht mehr mein Freund!“ Was ist da passiert?

Wenn Übereinstimmung in der Sache, der Einstellung und Haltung und entsprechend den Gefühlen fehlt, dann sind sowohl Kinder – als auch Erwachsene – herausgefordert, Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft zu gestalten.

Wie könnte das gehen?

Aus der Bibel haben wir eine Geschichte kennen gelernt, in der Jesus dem Zolleinnehmer Zachäus begegnet. Ein kleiner Mann, der vielleicht aus Sorge, nicht genug zu haben oder zu sein, die Besucher, die in die Stadt kommen mit zu hohem Wegezoll übers Ohr gehauen und sich selbst daran bereichert hat. Ein kleiner Mann, der sich Mühe gemacht hat, um Jesus kennen zu lernen, von dem er schon so viel Gutes gehört hatte. Jesus sieht ihn auf dem Baum, auf den er geklettert ist. Jesus geht hin, auf ihn zu und geht ihm nicht aus dem Weg.

  • Gesehen werden,
  • wahrgenommen,
  • nicht übersehen, – sondern angesehen,
  • Blickkontakt aufnehmen und
  • ein Gespräch beginnen,
  • eine Einladung aussprechen,
  • eine Frage stellen…

so können wir es von Jesus lernen… wenn es darum geht, dennoch eine Verbindung wiederherzustellen oder aufrecht zu erhalten. Dieser Moment des „gesehen werdens“ wird zum Moment der Veränderung.

Das üben wir auch im Kindergarten: in Konflikten den Blick des anderen Kindes suchen und / oder ihm standhalten, gerade wenn es darum geht, zu dem zu stehen, was schief gelaufen ist…. Auch hier suche ich die Zuwendung wieder.

In der Auseinandersetzung mit diesen komplexen Themen werden uns Geschichten und Lieder begleiten; z.B. die von „Mama Muh“, und „Ich bin dein Freund“ oder „Ottokar hat Segelohr´n“.

Über aller Auseinandersetzung steht die Begleitung der Kinder mit Wertschätzung und dem Ziel der Selbstwertstärkung.
Denn wer sich angenommen fühlt, traut sich so zu zeigen, wie er/sie ist und was in einem steckt!
Und nur so entsteht echter Kontakt, von Herz zu Herz!
Wohl dem, der das erleben kann.

Wir singen dieses Lied:

Ich bin dein Freund
Jeder Mensch braucht Einen, der ihn mag, der ihm sagt: „Ich halt zu dir!“
Wär´ das mit uns beiden nicht echt stark, ich mit dir und du mit mir?
Ich bin dein Freund, mit dem du reden kannst und der dich hört.
Ich bin dein Freund, der dich nicht fallen lässt, ich bin dein Freund.
Lachen, Weinen, Zuhör´n und Versteh´n, auch mal streiten und verzeih´n.
Ich freu mich drauf, dich jeden Tag zu seh´n, lass mich an deiner Seite sein.

Gespannt auf diese Zeit und Entwicklung grüßen Sie die Mitarbeiter des Abenteuerlandes!  

Natalie, Tanja, Miriam, Regina und Farida, die sich in Ausbildung zur Erzieherin befindet und unsere Gruppe bereichert.

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