Kita Stiftstraße: Familiengottesdienst

Bunte Steine in der Passionszeit

Lila ist in der Kirche die Farbe für die traurigen Geschichten. So haben wir mit den Kindern aus der Kita Stiftstraße die Bibelgeschichten am Familiengottesdienst eingeleitet, die rund um Jesus auf dem Weg nach Ostern passieren. Dass Jesus am Kreuz für die Sünde der Welt stirbt und anschließend mit seiner Auferstehung den Tod besiegt, stellt die Kernbotschaft im Christentum dar. Deswegen ist Ostern auch das höchste Fest.

Für die Kinder und Familien haben wir das gemeinsam mit Pfarrerin Dörte Vollmer wie folgt übersetzt:
„Bei Kreuz und Auferstehung kommen ganz unterschiedliche Gefühle nah zusammen, sowohl sehr dunkle, traurige als auch helle, hoffnungsvolle. Die Menschen, die Jesus vor seinem Weg ans Kreuz getroffen hat, wollten ihm zum Teil Gutes und zum Teil Böses.“ In vier Andachten hörten die Kinder von diesen Begegnungen Jesu mit verschiedenen Personen in Form von Geschichten.

Da gab es die Frau, die Jesus kostbares Salböl über den Kopf goss. In der damaligen Kultur bewies sie damit großen Mut und machte ihm ein großes, wertvolles Geschenk. Die Kinder konnten an einem duftenden Öl riechen und bekamen mit Wasser ein Kreuz auf die Hand gemalt.

Dann gab es die Jünger, denen Jesus die Füße wusch und sich damit auf eine Stufe unter sie stellte, um ihnen zu zeigen, wie sehr er sie liebt. Die Kinder konnten beobachten, wie einem freiwilligen Kind die Füße gewaschen wurden.

Auch unschöne Begegnungen musste Jesus ertragen. Anhand von Symbolen erfuhren die Kinder, wie er von einem Freund, Judas, verraten und von Soldaten gefangen genommen wurde. Obwohl er sich hätte wehren können, ließ er es zu und half sogar einem verletzten Soldaten.

Und schließlich behauptete sein guter Freund Petrus aus Angst, er würde Jesus nicht kennen.

Die Kinder hörten, dass sie in jeder Lebenslage mit Gott sprechen können, dass er sie sehr lieb hat und auch möchte, dass wir Menschen uns untereinander gut behandeln.

Bedeutung der Steine

Zu jeder Geschichte bemalten die Kinder einen Stein. Dazu überlegten sie, wie sich die Personen in den  Geschichten wohl gefühlt haben müssen.

Die Frau mit dem Öl wurde von allen Gästen auf der Party angesehen, fühlte sich wahrscheinlich unwohl, dann aber auch mutig, weil sie ihr Vorhaben umsetzte. Die Jünger wunderten sich über das Füße-Waschen, empfanden es aber wohl auch als angenehm. Die Soldaten waren vielleicht wütend oder kühl in Bezug auf Jesus. Petrus muss Angst gehabt und sich geschämt haben.

Diese Steine präsentierten die Kinder aus der Kita Stiftstraße im Familiengottesdienst am 17.03.24 in der Kirche auf Neu Eben-Ezer in Lemgo. Pfarrerin Vollmer hatte vorne in der Kirche einen Passions- und Osterweg aus verschiedenen Stoffen ausgelegt. Mit Bildern und Symbolen zu den unterschiedlichen Geschichten führte dieser Weg zum Kreuz und weiter zur Auferstehung.

Wir ließen die Geschichten kurz Revue passieren, erklärten die Bedeutung der Farben und die Kinder platzierten ihre Steine an den passenden Stellen auf dem Weg. Alle Gottesdienstbesucher konnten sich den Weg ansehen.

Beim gemeinsamen Singen mit Bewegungen hatten alle viel Spaß.
Hier mussten die Eltern sich etwas von den Kindern abgucken, die mit den Erzieherinnen und Erziehern vorne in der Kirche die Bewegungen vormachten.

Pfarrerin Vollmer betonte in ihrer Zusammenfassung, dass Gutes und Schlechtes zum Leben dazu gehört, aber dass Ostern uns daran erinnert, dass Gottes Liebe am Ende die Oberhand gegenüber allem Bösen hat und das Gute siegen wird.

Beim anschließenden Mitbring-Buffet waren wir bestens versorgt und ließen den Vormittag im fröhlichen Miteinander bei guten Gespräche ausklingen.

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